Herr der Diebe von Cornelia Funke

Immer hat Prospers und Bos Mutter ihnen von Venedig erzählt. Hat ihnen von den kleinen Brücken, den Kanälen und den wunderschönen kleinen Gässchen vorgeschwärmt. Als sie stirbt, ist für die beiden klar, wohin sie gehen. Als Schwarzfahrer in Güterzügen schlagen sie sich durch und erreichen schließlich die Stadt, die ihre Mutter so geliebt hat.

Die beiden Jugendlichen müssen sich nun auf eigene Faust durchschlagen – in der Stadt, die ihnen so vertraut und doch so fremd vorkommt. Ein Glück, dass die Beiden den Herrn der Diebe kennenlernen, der sie mit in sein Versteck nimmt und sie dort wohnen lässt. Auch andere Waisen befinden sich in seiner Obhut, obwohl dieser mysteriöse Junge nicht viel älter erscheint als sie.

Als eines Tages ein Auftraggeber erscheint, der bereit ist, eine Menge Geld für einen antiken Flügel aus Holz zu bezahlen, kann die Bande nicht widerstehen und begibt sich auf die Suche nach der Beute. Vielleicht hätten sie sich vorher genauer überlegen sollen, was sie da vorhaben…

Das ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden und die Freuden des Kindseins. Auf jeden Fall ein sehr zu empfehlendes Buch! Ganz nebenbei wird die Stadt Venedig in ihren Einzelheiten sehr schön und bildlich beschrieben. Nicht wundern, wenn einen nach dem Lesen die Lust nach Reisen packt – ganz besonders heute!

Das Buch wurde übrigens auch verfilmt und ich kann nur empfehlen, das Buch vor dem Film gelesen zu haben!

Luis, 15